Institut für Schematherapie Ostschweiz

Entstehung

Das Institut für Schematherapie Ostschweiz (ISTOS) wurde 2010 als psychotherapeutisches Fortbildungsinstitut für Schematherapie (nach J. Young) gegründet. Absicht war und ist, die Zahl der qualifiziert ausgebildeten Schematherapie-Angebote in der Schweiz zu erhöhen, damit mehr KlientInnen als bisher diese Angebote nutzen können. Während z.B. in Deutschland mittlerweile ca. 15 Fortbildungscurricula angeboten werden, gibt es in der Schweiz - neben der VT-Ambulanz der PUK Basel - bislang keine vergleichbaren Einrichtungen. Basel hat in Sachen Schematherapie in der Schweiz Pionierarbeit geleistet, und wir freuen uns, dass lic. phil. Lukas Nissen und lic. phil. Michael Sturm aus Basel unser Institut tatkräftig unterstützen. Das tat in der Gründungsphase insbesondere auch Dr. Dipl. Psych. Gitta Jacob aus Freiburg.

Das Kürzel „ISTOS“ (übrigens griech. „Mastbaum“) steht für hochwertige Fortbildung. Wir freuen uns, dass sich unser Ostschweizer Institut mittlerweile zu einem Ort des fachlichen Austauschs, der Schematherapie-Kultur und zu einem Knotenpunkt im grossen und wachsenden Schematherapie-Netzwerk entwickelt hat.

Leitung

Gründer und Leiter des Instituts ist Christoph Fuhrhans, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Leitender Arzt an der Clienia Littenheid AG und in freier Praxis tätig.

Photo Christoph Fuhrhans

„Ich bin an der Ostsee geboren und habe Medizin, Kunst- und Literaturwissenschaft in Kiel, Wien und Berlin studiert. Nach Tätigkeit in der Pharmaforschung und Facharztausbildung in Bernburg/Saale und Berlin arbeitete ich in fach- und oberärztlicher Tätigkeit in Berlin, bevor ich 2003 die Leitung einer Borderline-Psychotherapiestation in der Klinik Littenheid in der Schweiz übernahm.

Psychotherapeutisch habe ich zunächst eine psychodynamische Ausbildung (incl. TFP) gemacht, die mir aber bald in der konkreten Arbeit, z.B. mit Borderline-Patienten, als immer weniger tauglich erschien. Über die kognitive VT kam ich zur DBT und dann zur Schematherapie. In den Verfahren der so genannten 3. Welle der VT, besonders in den achtsamkeitsbasierten Verfahren wie der DBT und integrativen Verfahren wie der Schematherapie sehe ich die Zukunft der Psychotherapie, für die ich mich gern und vielfach engagiere. Meine Schematherapie-Ausbildung in Basel habe ich als Trainer und Supervisor abgeschlossen.“

Ziele des Instituts

  • Das Institut für Schematherapie Ostschweiz dient der Ausbildung von Schematherapeuten („standard certification“) und der Verbreitung der Schematherapie nach Jeffrey Young.
  • Es bildet interessierte Schematherapeuten zu Schematherapie-Trainern und Supervisoren („advanced certification“) fort, um den Pool an dringend benötigten Ausbildern und Supervisoren zu erhöhen.
  • Es kommuniziert mit anderen Schematherapie-Instituten im In- und Ausland und erfüllt als anerkanntes Ausbildungsinstitut kontinuierlich die qualitätssichernden Anforderungen der ISST.
  • Es beteiligt sich an dem im Entstehen begriffenen Schweizer Netzwerk für Schematherapie. In diesem Zusammenhang engagiert es sich in der fachlichen und politischen Diskussion um Schweizer Schematherapie-Standards und -Verbände.
  • Es ist ein lebendiges Forum des Austauschs und der Diskussion um aktuelle Entwicklungen der Schematherapie und angrenzender Gebiete. Es begrüsst ausdrücklich die undogmatische, kreative und freie Meinungsbildung und -äusserung.



Christoph Fuhrhans

Mosnang/SG, Mai 2010